MIETER HELFEN MIETERN
Frankfurt e.V.

Frankfurter Rundschau vom 19.05.2012, Jutta Ochs

Lokales

"Mietspiegel" aussetzen"
Mieterverein kämpft gegen Fortschreibung

Dass die schwarz-grüne Koalition den scharf kritisierten Mietspiegel 2010 bis zur Erhebung eines neuen fortschreiben
will, nennt der Verein Mieter helfen Mietern "geradezu schizophren".

CDU und Grüne hatten vor kurzem angekündigt, sie würden schon dieses Jahr das Geld für die etwa eineinhalb Jahre dauernde Erhebung eines neuen Spiegels bereitstellen. Die "Schwachstellen" im aktuellen, insbesondere bei der umstrittenen neuen Top-Lageneinteilung, müssten "beseitigt" werden.

Die angekündigte frühere Ausschreibung ist nach Ansicht von Mietern helfen Mietern in Wahrheit schon "überfällig beziehungsweise bereits verspätet". Der Verein geht davon aus, dass eine neue Erhebung mehr als zwei Jahre dauern könne.

Zudem habe ein noch so guter Mietspiegel 2014 keinen Sinn, wenn jetzt mit der Fortschreibung "vollendete und sozial verheerende Tatsachen" geschaffen würden. Die Fortschreibung der teueren Lagen sei eine "unerträgliche Belastung für die kleinen Leute".

Mieter helfen Mieter fordert, den aktuellen Mietspiegel "für ein Jahr auszusetzen und eine Neuerhebung mit (Rück-)Wirkung ab 2013 zu veranlassen". Die städtische ABG solle lagebedingte Mieterhöhungen zurücknehmen. (ox.)

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